Zwischen Bürgerinnen und Bürgern der weißrussischen Stadt Luninez und der Stadt Schenefeld bestehen seit über zehn Jahren regelmäßige und intensive Kontakte. Obwohl diese seinerzeit ausschließlich durch das Tschernobyl-Unglück hervorgerufen wurden, wuchsen sie im Laufe der Zeit, unterstützt durch die tatkräftige Hilfe des Vereins „Freunde für Luninez“, zu kulturellen Verbindungen heran und brachten Freundschaften zwischen belarussischen und deutschen Familien hervor. Diese grenzüberschreitende Verbundenheit ist inzwischen durch viele Begegnungen gefestigt worden.
Als Folge davon wurde im Jahre 2001 zwischen beiden Städten eine offizielle Partnerschaft begründet und durch Vereinbarung sowie eine Urkunde besiegelt.
Die Stadt Luninez liegt ca. 200 km südlich von Minsk und 200 km östlich von Brest und wurde erstmals im Jahre 1449 in historischen Dokumenten erwähnt. Sie ist heute eine Kreisstadt mit einer Fläche von über 4.000 ha und zählt ca. 24.000 Einwohner. Die Landschaft der Region ist geprägt von ausgedehnten Hochmooren und angrenzenden großen Waldgebieten.
Die herbe Schönheit des Landes darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Tschernobyl nur ca. 200 km entfernt ist. Nach der Katastrophe wurde die Region mit radioaktiven Niederschlägen schwer belastet und die Umwelt erheblich verseucht. Die Langzeitfolgen der auch heute noch andauernden Bestrahlung sind nicht abzuschätzen.
Zentrum von Luninez

Heimatmuseum von Luninez
